Dieselelektrischer Triebwagen BCFm 2/4 Nr. 56

Bild: Archiv Museumsverein der Appenzeller Bahne

Der dieselelektrische Triebwagen BCFm 2/4 56 mit Baujahr 1929 ist heute in seiner Art wohl weltweit einmalig. Angeschafft wurde er zusammen mit einem weiteren Exemplar durch die Appenzeller Bahn, weil im 1. Weltkrieg und danach in der Weltwirtschaftskrise die Kohle für die Dampfloks so teuer war, dass der Betrieb eingeschränkt werden musste. Infolge der klammen Finanzen kam eine Elektrifizierung nicht in Frage. Im Jahre 1933 erfolgte die Elektrifizierung doch eher unerwartet rasch, so dass er zum Reservefahrzeug wurde und nur noch selten zum Einsatz kam.

IIm Dezember 1927 erfolgten Probefahrten Gossau – Herisau mit einer neuen Diesellokomotive der SLM Winterthur. Da die Elektrifikation unerreichbar schien, interessierte sich die AB für diese Traktionsart. Die Verhandlungen führten zum Bau von zwei dieselelektrischen Triebwagen BCFm 2/4 25 und 26 durch SIG/Sulzer/MFO. Es waren dies die einzigen derartigen Meterspurfahrzeuge in der Schweiz. Mit ihnen begann die Epoche der unsymetrischen Triebwagen-Stirnwände (mit einem grösseren Fenster beim Führertisch) die dann bis nach Ende des zweiten Weltkrieges anhielt (LEB, BAM, BZUe).

Der Generator wird mit einem Dieselmotor von Sulzer angetrieben. Motoren dieses Typs liefen und laufen zum Teil bis heute auch in Schiffen auf schweizerischen Seen.

Die BCFm 2/4 bewährten sich bestens. Sie bewältigten umgehend fast die Hälfte der Triebfahrzeugkilometer; im Winter wurde daneben meist nur eine der beiden grossen Dampfloks des Typs G 4/5 benötigt, die u.a. die Güterzüge führte.