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Präsident: Alexander Bless

Mehrzweckwagen CL3 Nr. 203, später C3 Nr. 203,

dann Hck 214 und jetzt wieder C3 Nr. 203



Hck existierten 3 Stück.
Zu ihrer Anschaffung lesen wir im 11. Rechenschaftsbericht Jan. - Dez. 1898:
'Wir fügen hier bei, dass, einem längst sich geltend machenden Bedürfnis nachkommend, die Anschaffung von 6 Stück neuen offenen Güterwagen beschlossen wurde, wovon 3 Stück mit Einrichtung für Personentransport, als Sommerwagen gebaut werden. Die Wagen werden von den Werstätten der Vereinigten Schweizerbahnen erstellt und gelangen bis Ende Mai 1899 zur Ablieferung. Die Kosten eines Wagens belaufen sich auf ca. Fr. 5800.- ohne die Einrichtung für Personentransport, welche mit Fr. 1300.- veranschlagt wurde'.

Es ist nicht mehr ganz eindeutig, wie diese drei Wagen 'mit Einrichtung zum Personentransport' ausgesehen haben. Wahrscheinlich ist der Fakultativwagen bereits ein Umbau und der Wagen hat ursprünglich diese Form gehabt:


Wie es scheint, sind diese CL3 später im Eigenbau mit dem seltsamen Spitzdach versehen und damit zu Hck gemacht worden. Der letzte noch existierende jener Wagen 'mit Einrichtung zum Personentransport' ist der Hck 214, der 1899 die Bezeichnung CL3 Nr. 203 trug.

Das obige Bild würde jene etwas unklare Bezeichnung 'Einrichtung zum Personentransport' erklären und es hätte sich dabei um ein demontierbares Blachendach gehandelt. Wann zwischen 1899 und 1941 der Feste Dachaufsatz kam, liess sich bislang nicht wieder eruieren. Auch nicht, wie der Wagen als Hck technisch aufgebaut war.
Zweierlei ist möglich:

- das Dach als nach wie vor demontierbarer Aufsatz;
- Feste Seitenwände mit Klapptüren, wie bei den Hochbordwagen üblich.
Der demontierbare Dachaufsatz bildet die weniger wahrscheinlcihe Möglichkeit. Er wäre kompliziert gewesen und er lässt die Frage offen, wie mit den Stirnwänden verfahren worden wäre. Auch bei der Demontage liessen sich darauf keine schlüssigen Hinweise finden.
Wahrscheinlicher ist, dass die auf dem Bild im Bahnhof Teufen mit 'SGA' und mit '202' bzw '203' beschrifteten Felder aufklappbare Seitentore waren. So liesse sich jedenfalls das Foto interpretieren.
Weshalb die Wagen damals als 'C3' bezeichnet wurden, später, nach Umbau zum Kastenwagen aber als 'Hck', ist ebenfalls unerklärt.


Die einzigen vorhandenen Bilder in der Form des Hck zeigen zwei der Wagen, die Nummer 202 und die nun restaurierte Nummer 203, 1941 im Bahnhof Teufen. Hier tragen sie die Typenbezeichnung 'C3', werden also als Personenwagen III. Klasse bezeichnet. 1953 erhielten sie einen gänzlich geänderten Wagenkasten und dienten dann als Kastenwagen für Güter- und Viehtransporte. Diese Daten sind gesichert.


Zur Bezeichnung 'Hck':
H: Gedeckter Güterwagen der Sonderbauart "Fakultativwagen"
c: Schmale Stirnwandtüre
k: Ladegewicht von unter 15 t

Ziel des Neuaufbaues war die Wiederherstellung eines Erscheinungsbildes, welches optisch an das Foto von 1941 (Bahnhof Teufen) anlehnt.

Eines der wenigen brauchbaren Bilder vom Originalzustand (C3 203)


Bild: Archiv Werner Holderegger (Ausschnitt)

Das Bild stammt vom Bahnhof Teufen und wurde 1941 aufgenommen. Es zeigt zwei Hck als Sommerwagen, noch mit der alten Kupplung und hier, wie aus den übrigen zugehörigen Bildern abzuleiten ist, für Militärtransporte eingesetzt. Gut zu erkennen sind die etwas eigenartige Seiteneinteilung, die Bänke im Inneren und die "Vorhänge" zum Schliessen der Wagen.

Der Ausgangszustand vor Wiederaufbau (Hck 214)


Bild: Archiv AG2

Weil keine Details vom ursprünglichen Zustand bekannt sind, wurde ein Aussehen angestrebt, welches dem ursprünglichen agenähert sein würde. Dabei wollte man aber von der 5 1/2-gliedrigen zu einer 4-gliedrigen Fenster-Einteilung übergehen. Dafür gab es zwei Gründe:
- Übereinstimmung von Bankreihen und Fensterachsen
- Position der Trägerbügel am Fahrgestell.


Der zum C3 Nr 203 zurückgebaute Hck 214


In der Rekonstrukten wurde der Hck 214, nun wieder als C3 Nr. 203 bezeichnet, vollständig neu aufgebaut. Im Aussehen lehnt er an den ähnlich alten Ck 39 der Appenzeller Bahnen an. Dabei erhielt er schliesslich die SGA-typischen Farben Dunkelgrün/Elfenbein, mit denen er sich an die übrigen Veteranen-Fahrzeugen ex SGA anpasst.

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